Social Media im Einsatz

Immer öfter informiere ich in meinen Seminaren über Social Media und ihre Auswirkung auf Einsaztkräfte und Bevölkerungsschutz. Fotografierende und filmende Gaffer behindern die Rettungskräfte. Angehörige erfahren über Whatsapp von einem Unfall und kommen zur Unglücksstelle, während die Rettungsarbeiten noch laufen.

Unsere Teilnehmenden sprechen uns heute nach über einem halben Jahr noch auf das Live-Webinar an und berichten, welche tollen Erkenntnisse Sie aus diesem Tag mitnehmen konnten. Der Mix aus Theorie, Workshop, Erfahrungsaustausch mit den Lehrgangsteilnehmern und die Analyse unterschiedlicher Lagen und Situationen hat für Aufmerksamkeit gesorgt und das Interesse am Thema Nutzung von Sozial Media zur taktischen Unterstützung in der Leitstelle geweckt. Die Möglichkeiten unterschiedliche Kanäle zur Kommunikation mit Betroffenen und der Bevölkerung zu nutzen ist uns heute eine große Hilfe im Leitstellenalltag. Herr Müller-Tischer hat mit seinem Beitrag vielen die Augen geöffnet und dem Bevölkerungsschutz eine Chance gegeben vor die Lage zu kommen und sich Neuem zu öffnen. Vielen Dank hierfür – wir freuen uns auf die Fortsetzung, denn das Thema lebt!

Bernd Moser, DRK Landesschule BW
Social Media sind für alle Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, THW, DRK, Johanniter, ASB ein wichtiges Werkzeug  geworden
Soziale Medien sind ein wichtiges Werkzeug für den Bevölkerungsschutz (Bild von Thomas Ulrich auf Pixabay)

Spontane Freiwillige koordinieren ihre Arbeit über Facebook. Katastrophenschutzbehörden in den USA, Frankreich und Belgien nutzen Twitter, um die Bevölkerung zu warnen und zu informieren. Nach schweren Zugunglücken finden sich die ersten Videos aus dem zerstörten Zug nach wenigen Minuten auf Youtube. Journalisten wiederum recherchieren in den Social Media – Fotos und Informationen landen dadurch oft ungeprüft in den etablierten Medien.

Deshalb ist es für alle Hilfsorganisationen wie Feuerwehren und Rettungsdienste, aber auch für Leitstellen und Stäbe wichtig, sich über dieses Thema zu informieren. Wie aber können nun Facebook, Twitter, Instagram, TicToc, Jodl, Whatsapp und andere Soziale Medien die Arbeit an der Einsatstelle unterstützen?

Handbuch für Einsteiger

Zu diesem Thema habe ich mein Handbuch „Social Media im Einsatz“ geschrieben, das Sie bei Amazon kaufen können.

Handbuch "Social Media im Einsatz" für Pressesprecher von Stäben, Leitstellen und Hilfsorganisationen.
Mein Buch zum Thema Social Media im Bevölkerungsschutz

Gedacht ist es für Pressesprecher von Stäben, Leitstellen und Hilfsorganisationen, die sich zu diesem wichtigen Thema informieren und auf das Monitoring einer Lage vorbereiten wollen.

Seminare für Pressesprecher

Zu diesem Thema gebe ich regelmäßig Seminare, unter anderem an der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein, in Zusammenarbeit mit IM EINSATZ und als Inhouse-Schulungen. Eine Liste meiner jüngsten Veranstaltungen sehen sie hier.

Dort zeige ich, wie wir die Risiken von Social Media für den Einsatz richtig einschätzen und schnell gegensteuern können – und damit die Chancen für Information und Warnung der Bevölkerung und zur Verbesserung des eigenen Lagebildes optimal nutzen. Schwerpunkte sind:

  • Verschiedene Social Media und ihre Bedeutung für die Öffentlichkeitsarbeit im Einsatz
  • Zahlreiche Praxisbeispiele – vom Verkehrsunfall bis zum Terroranschlag
  • Spezielle Einsatzgebiete wie Großveranstaltungen
  • Neue Gesetze und behördliche Empfehlungen zur Nutzung von Social Media
  • Aktuelle Forschungsergebnisse
  • Vorstellung und Test von (oft kostenlosen) Werkzeugen zum Monitoring

Unterstützung durch VOSTs

Unterstützung kann dabei von den so genannten VOSTs (Virtual Operations Support Teams) kommen, die zur Zeit in Deutschland entstehen. Sie unterstützen Stäbe und Hilfsorganisationen beim Monitoring, bei der Verifikation von Nachrichten, bei der Erstellung einer digitalen Lagekarte und beim Umgang mit Spontanhelfern. Ich bin selbst Mitglied im VOST des THW, hier lesen Sie mehr über mein ehrenamtliches Engagement.

Immer aber ist es wichtig eine gute Social Media Präsenz aufzubauen. Denn nur wenn Behörden und Organisationen rechtzeitig auf Facebook, Twitter und Co Follower gewinnen, können sie diese im Ernstfall auch als Multiplikatoren für Warnungen und Informationen, sowie zur Informationsgewinnung nutzen.

Geschieht das nicht,  können sie dann nur noch kurzfristig auf die Auftritte von anderen Organisationen und etablierten Medien zurückgreifen. Doch damit gehen Zeit- und Reibungsverluste einher.

Gern beantworte ich Ihre Fragen und erstelle auf Wunsch ein individuelles und unverbindliches Angebot. Schicken Sie mir einfach eine kurze Mail an: schulung@vor-der-lage.de