IM EINSATZ – Der Podcast für den Katastrophenschutz

Für die Zeitschrift IM EINSATZ berichte ich monatlich über Entwicklungen im Bereich des Katastrophenschutzes und über Themen aus der aktuellen Ausgabe. Sie finden ihn überall, wo es Podcasts gibt.

Transkription der aktuellen Folge:

Speaker 1 (00:06)

Herzlich Willkommen zur letzten Podcast Ausgabe des Jahres. Hallo, sagt Jan Müller Tischer, das Dezember Interview kommt diesmal erst spät im Monat. Ich weiß, das lag an einigen Problemen mit der Internet Bandbreite. Was das Thema angeht, sind wir dafür aber ganz vorn dabei. Man könnte es natürlich auch anders ausdrücken. Da gibt es noch dicke Bretter zu bohren, bis es richtig im Katastrophenschutz angekommen ist. Es geht nämlich um Menschen mit Behinderungen im Katastrophenschutz. Aber bevor es losgeht, noch eine Bitte.

Speaker 1 (00:38)

Wir möchten gern wissen, wie euch unser Podcast gefällt. Dazu haben wir eine kurze Umfrage erstellt. Den Link dazu schreibe ich in die Shownotes und es wäre super, wenn ihr uns dabei helft, den Podcast noch ein bisschen besser zu machen. Zurück zum heutigen Thema. Mein Redaktions Kollege, bei der im Einsatz Xaver Ruhl brennt dafür, Menschen mit Behinderungen viel stärker in die Hilfsorganisationen einzubinden als bisher. Wo und wie das geschehen kann, das erzählt er mir im heutigen Interview.

Speaker 1 (01:12)

Ja, Xaver, vielen Dank, dass du da bist. Vielen Dank für deine Zeit, wir hatten ja so ein bisschen technische Probleme, aber dafür klingt es jetzt richtig gut, hoffe ich. Ja, vielleicht können wir du kennst es ja schon von meinen früheren früheren Folgen damit anfangen, dass du dich mal kurz vorstellst. Bitte.

Speaker 2 (01:27)

Ja, mein Name Xaver Schruhl 62er Jahrgang pensionierter Bundes Beamter, Vater von verheiratet und Vater von vier Kindern und seit 72 in einer Hilfsorganisation tätig und seit 82 im Katastrophenschutz. Mit ja von unten bis oben durchgearbeitet in verschiedenen Ebenen und Positionen, verschiedenen Bundesländern und seit ungefähr sieben, acht Jahren, bedingt durch familiäre Verhältnisse, engagiere ich mich ein bisschen im Bereich der Menschen mit Beeinträchtigungen. Unter anderem auch, weil wir immer ein Schwingfest mit Menschen mit Beeinträchtigung in Kaufbeuren hatten.

Speaker 2 (02:13)

Ja, das in ganzer Kürze und Würze.

Speaker 1 (02:16)

Ja, und in der Richtung hast du ja auch einen Artikel gerade geschrieben. In der aktuellen im Einsatz ist der erschienen und der heißt Muss der Katastrophenschutz barrierefrei werden? So, wenn man jetzt mal ganz von außen drauf guckt, dann sieht man beim Katastrophenschutz immer Leute, die durch die Gegend rennen, die andere Leute tragen oder die mit einem Stahlrohr irgendwo direkt am Feuer stehen oder mit einer Presslufthammer in eine brennende Wohnung hineingehen. Solche Dinge sieht man da und dann denkt man Ich mach jetzt mal bisschen.

Speaker 1 (02:45)

Ich überzeichnet mal bewusst Was kann man da so machen, dass auch Menschen mit Behinderung da etwas machen können. Und ich glaube, das ist etwas, was der relativ oft entgegenschlägt die jetzt von mir mal so skizzierte Meinung, oder?

Speaker 2 (02:59)

Ja, ich denke mal, du hast einen Nagel auf den Kopf getroffen. Aber wie immer hat die Medaille zwei Seiten und wenn man natürlich gut wirft, kann sie auch noch auf der Kante landen. Natürlich sieht man in den Medien immer die aktiven Bilder, die Bilder, die im Prinzip auch den den Zuschauer oder den Zuhörer fesseln oder den Leser, wenn es sich um eine Zeitschrift handelt. Aber das, was man in der Regel nicht sieht, das ist halt die Hintergrund Arbeit.

Speaker 2 (03:25)

Das heißt, die Leute, die in den Stäben das ermöglichen, dass vorne aktiv gearbeitet werden kann, die Leute, die die Versorgung sicherstellen, die Leute, die die Betreuung sicherstellen. Und das sind natürlich alles Funktionen, bei denen man sich durchaus vorstellen kann, dass auch Menschen mit Beeinträchtigungen dort tätig werden können und dadurch, so wie ich auch in dem Artikel geschrieben habe, Einsatzkräfte verfügbar werden, die eine Mangel Ressource darstellen, wie Atemschutz, Geräte, Träger und so weiter.

Speaker 1 (04:01)

Ich bin ja auch viel in Stäben unterwegs und da gibt es gleich ein Beispiel, was ich vor ein paar Jahren mal selber erlebt habe und zwar bin ich ja seit vielen Jahren Essex und war da auch lange Zeit Gruppenleiter der der UK, also der Funker und das waren immer junge Leute. Als noch die Wehrpflicht da war und dann irgendwann war die Wehrpflicht weg und wir hatten Schwierigkeiten, neue Leute zu finden. Und dann haben wir einen Artikel mit der Zeitung gemacht und der Reporter war bei uns der Redakteur und der fragte dann Warum müssen das eigentlich immer junge Leute sein?

Speaker 1 (04:30)

Und ich weiß noch, dass es jetzt ja auch schon 10 Jahre her, dass wir ihn perplex angucken und sagten Ja, stimmt. Also als Funker oder am Telefon oder in der Dokumentation. In der Weisung könnte man eigentlich auch andere Leute nehmen und so ist es dann auch gekommen. Und wir haben also tatsächlich sehr viele Ältere mit reingenommen, die auch länger dabei geblieben sind, aber auch Menschen mit leichteren Einschränkungen, die natürlich im Stab ein super Job machen können.

Speaker 1 (04:55)

Insofern habe ich das schon selber erlebt, dass das eine gute Sache sein kann. Aber ich habe es noch nicht oft anderswo gesehen, muss ich ganz ehrlich sagen. Hast du das schon mal so erlebt in der eigenen Erfahrung, dass das da jemand sich richtig einbringen kann?

Speaker 2 (05:07)

Also ich habe es in der eigenen Familie erlebt. Durch meine Frau, die ja nun aufgrund gesundheitliche Einschränkungen anfangs an den Rollator, später an den Rollstuhl gebunden ist, war und ist. Und sie hat im Hochwasser mit im Lagezentrum der DLRG in Bad Nenndorf mitgewirkt, als Tagebuch führender übrigens einen Job, der ja ich will nicht sagen ungern gemacht wird, aber doch der immer mit als letztes besetzt wird.

Speaker 1 (05:36)

Und es ist anstrengend.

Speaker 2 (05:38)

Ja, man muss das auch mögen, zumal wenn man dann mit ich sag mal mit solchen Leuten wie mit mir zusammenarbeitet, die dann auch den Abkürzungen für lieben. Und dann im Prinzip hat sie im Prinzip ja sie mit Abkürzungen zu texten und sie dann hinterfragt. Ja, was bedeutet das jetzt? Das hat ein bisschen gedauert, das haben wir aber dann hinbekommen. Ja, und dann natürlich der G7-Gipfel in Elmau, wo sie mit ihm ihr Stab im Logistik Stab mit dabei war und dort auch die Versorgung mit gestemmt hat.

Speaker 2 (06:11)

Also es gibt schon Möglichkeiten, wo man Menschen mit Beeinträchtigungen einbinden kann. In normalen Stäben habe ich es bis jetzt so im Hochwasser oder bei Evakuierungen selten gesehen, weil es natürlich ja ich sage mal, kommen wir zu anderen, zur anderen Seite der Medaille. Sehr oft bedeutet die Funktion in dem Stab Ich muss mindestens Zugführer sein und Zugführer werden zu können, muss ich gewisse Ausbildungen durchlaufen. Diese Ausbildung erfordern gesundheitliche Voraussetzung und diese Voraussetzung können oftmals die Menschen mit Beeinträchtigungen nicht erbringen.

Speaker 2 (06:54)

Nicht weil sie das im Prinzip die, ich sage mal die Leiter nicht aufsteigen können oder so, sondern ganz einfach, weil sie halt ihren Rollstuhl nicht verlassen können. Aber im Hirn, im Gedankengängen, in Lösungsfindung fantastisch sind. Also wie gesagt, da gibt es Möglichkeiten, die ich aber bis jetzt so noch nie so groß gesehen habe oder die ich noch nicht so angetroffen haben, die die Barrierefreiheit dann eben nicht nur was Treppen angeht, da sein, jetzt mal vereinfacht gesagt, sondern eben auch was Ausbildungen angeht, die man dann doch machen kann.

Speaker 2 (07:26)

Und da gibt es auch noch mal ein Beispiel aus meinem Erleben Wie du vielleicht weißt, bin ich ja im Post, also im Virtual Operations Support-Team des THW und dort machen wir ja praktisch Monitoring Social Media Monitoring auch wieder einen Job, den man gut am Schreibtisch machen kann. Und das THW möchte natürlich und das ist auch gut so, dass wir auch eine Ausbildung haben, dass wir auch wissen, was macht das THW ansonsten. Und dann gibt es eine sogenannte angepasste Grundausbildung und die haben wir alle absolviert.

Speaker 2 (07:54)

Ist nicht aus körperlichen Gründen, sondern einfach aus praktischen Gründen. Und so etwas könnte man natürlich für andere Menschen auch mit Behinderungen einführen, damit sie dann eben Staatstätigkeit oder sitzende Tätigkeiten machen können. Dazu muss man halt genauso wenig wie wir irgendwie wissen, wie die Motorsäge angeht oder was bei der Seba wo verglaste ist oder so Na ja, ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass man im Prinzip sie so wie so eine Art Mitlaufende oder Mitläufer teilnehmen lässt, um dann, damit sie auch sehen, was passiert dort sie auch im Prinzip, denn das ist ja oft, was auch dort angesprochen wird, wenn man auf Leute trifft oder auf Menschen trifft, die sagen ja, Behinderte wie Menschen mit Behinderung, die kann ich hier schlecht einsetzen.

Speaker 2 (08:40)

Wir sind halt sehr, noch sehr tradiert in den in den Führungsfunktion und in dem wir wollen das Ereignis spüren, wir wollen es fühlen, wir wollen es riechen, wir wollen es sehen und sind eigentlich so, wie auch in meinem Artikel geschrieben hatte. Ich habe mir manchmal einen Menschen mit Behinderung gewünscht. Weil der sicherlich nicht mehr mich nicht stundenlang damit ich will nicht sagen genervt, aber stundenlang mich angesprochen hätte. Und darf ich denn endlich vor Hochwasser? Wann darf ich denn endlich Boot fahren?

Speaker 2 (09:12)

Nicht, dass sie nicht das Boot fahren wollen. Nein, das will ich gar nicht damit sagen, sondern ganz einfach Sie sehen, Boot fahren kann ich mit dem Rollstuhl nicht. Aber hier, hier im Stab bin ich die, die wirklich die große Hilfe, damit die vorne überhaupt die anderen Boot fahren können. Also wie gesagt, ich kann mir das durchaus vorstellen, dass auch in den Hilfsorganisationen da angepasste Grundausbildung oder angepasste Lehrgänge. Wir haben ja jetzt Kontakte, oder ich habe Kontakt zu einem jungen Menschen, der die Gruppenführer Ausbildung gemacht hat im DRK.

Speaker 2 (09:48)

Trotzdem er im Rollstuhl saß. Und das ist fantastisch. Also wenn man diese Geschichte hört, da gibt es eben tolle Beispiele. Aber es sind eben noch wenige Beispiele. Da muss natürlich erst noch ein bisschen was passieren. Ich glaube.

Speaker 1 (10:00)

Das ist klar, dass das eine eine große Ressource ist von sehr wertvollen Menschen, die sehr gut helfen können und dann auch wieder andere freisetzen können, die dann nach vorne gehen können. Die Frage ist nur, wie kommen wir da jetzt weiter? Der Artikel von dir ist ja schon mal schön und gut, aber du kennst das sicherlich schon seit längerem für aber was? Was? Was muss passieren, damit das sich mehr verbreitet außer diesem Podcast jetzt?

Speaker 2 (10:23)

Ja, was muss passieren? Das ist eine gute Frage. Da gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Eigentlich müssen. Eigentlich müssten sich diejenigen, die verantwortlich sind für die Zusatzausbildung, erst mal im Klaren darüber werden. Was sind also aus meiner Sicht, was sind Menschen mit Beeinträchtigungen? Natürlich gibt es da verschiedene. Das sehen wir ja auch bei den Paralympics. Wie viele Unterschiede, wie viele Feinheiten, Nuancen das dort gibt, als Mensch mit Beeinträchtigung bezeichnet zu werden. Man müsste vielleicht in einer ersten Aktion Aufgaben identifizieren und dann schauen Welche Menschen mit Beeinträchtigungen können hier tätig werden?

Speaker 2 (11:08)

Wie können wir sie tätig werden lassen? Welche Qualifikationen müssen sie erwerben? Welche Qualifikationen brauchen Sie hier nicht? Das ist eine Wahnsinns Arbeit, die da auf viele zukommt. Und das ist natürlich auch etwas, was viele scheuen. Und man muss jetzt erst mal die nächste Zeit, die nächste Zeit wirklich abwarten, wie sich zum Beispiel auch unsere neue Regierung in diesem Bereich aktiv zeigt, um dann mit den Hilfsorganisationen, vielleicht sogar mit der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. Also ich will nicht sagen, ja, man könnte fast sagen Speerspitze und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe dort sehen.

Speaker 2 (11:51)

Wie kann ich, wie kann ich Menschen mit Beeinträchtigungen einsetzen, wo kann ich sie einsetzen? Ich sage mal, die und die Schulungs Einrichtung von BBK ist da natürlich prädestiniert dafür mit ihren Simulationen Stäben, die du ja auch kennst. Und um dort mal herauszufinden wo kann ich Menschen mit Beeinträchtigung einsetzen? Welche Beeinträchtigung dürfen sie nicht haben? Muss man natürlich auch beachten, weil wenn sie zum Beispiel Anfalls leiden haben. Das schränkt natürlich den Einsatz ein. Aber das wäre vielleicht sogar.

Speaker 2 (12:31)

Wir haben. Letztens habe ich mich noch mit den Kameradinnen und Kameraden gesprochen, die gesagt haben, das wäre mal etwas für einen Bachelor, dieses oder für eine Bachelorarbeit oder eine Masterarbeit. Und ganz einfach im Rahmen solch einer Arbeit das herauszufinden.

Speaker 1 (12:45)

Also zumindest mal so grob Gruppen bilden und sagen Wer könnte da? Also wen passt es, für wen passt es nicht? Es ist ja schon sehr speziell und ich meine, du weißt das auch aus euren Stäben von der von der DLRG. Auch Menschen ohne Behinderung sind nicht alle geeignet in so einem Stab zu arbeiten, auch nicht alle vorne was zu machen. Aber auch in einem Stab ist es sehr speziell. Also es ist eine sehr große Informationslage, die da auf einen einprasselt.

Speaker 1 (13:09)

Es kann sehr anstrengend sein. Und deswegen stelle ich mir das nicht ganz leicht vor, jetzt da auch Gruppen zu bilden von von Menschen mit Behinderung, wo man sagen kann, das könnte gehen, das vielleicht eher nicht oder da gibt es vielleicht eine andere mögliche Verwendung. Also das ist ein dickes Brett. Also da bräuchte Narayen, der sich da mal richtig ran setzt und auch eben nicht nur auf dem Katastrophenschutz Bereich kommt, sondern auch aus diesem Bereich kommt und sagen kann Okay was, was gibt es da eigentlich?

Speaker 1 (13:31)

Wie kann man das klassifizieren? Das ist auf jeden Fall dabei, aber nicht ganz einfach.

Speaker 2 (13:36)

Ja, da müssen wir sicherlich. Da müssen verschiedene Bereiche zusammenarbeiten. Da muss man sicherlich zukünftig auch sehen, was ist psychisch möglich, was welche psychischen Belastungen, welche Belastungen kommen. Körperlichen Belastungen kommen auf die Teilnehmenden dann zu? Ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass es vielleicht Bereiche, die wir jetzt die oder ich persönlich jetzt noch als möglich empfinde, vielleicht völlig ausgeschlossen werden, weil sie aufgrund von psychischen Belastungen ausgeschlossen werden müssen. Das muss man halt, ich sage mal, ich sage mal man.

Speaker 2 (14:15)

Aber man müsse halt wirklich jemanden finden, der dieses eingehend betrachtet. Erste Betrachtungen gab es ja schon 2000 19 durch die Katastrophen Forschungsstelle an der Freien Universität in Berlin und mit Handlungsempfehlungen für die Katastrophenschutz Behörden. Da ist es aber wie mit vielen, mit vielen anderen Papieren es gibt, ohne dass sie irgendjemandem was böses will. Es gibt ganz ganz viel Papier Lage zu dieser Thematik. Aber halt, es ist oftmals Länder bezogen. Wir wissen ja beide Katastrophenschutz ist Ländersache und jedes Land, jede Kommune entscheidet selber.

Speaker 2 (15:00)

Jede Hilfsorganisation entscheidet selber Wer ist geeignet für welche Tätigkeiten? Vielleicht. Vielleicht hilft ja. Am Anfang ist jetzt erst mal, dass man überhaupt einmal sichtet. Welche Veröffentlichungen gibt es und wo sind dort die Handlungsempfehlungen? Vielleicht steht ja in der einen oder anderen Handlungsempfehlungen schon drin, wo oder wie man Menschen mit Beeinträchtigungen einsetzen könnte. Ich sag mir mal die von der Katastrophen Forschungsstelle. Dort geht es um die Sicherstellung der Versorgung und dort wird zum Beispiel vorgeschlagen, Übungen mit Blick auf spezielle Bedarfe durchzuführen und Menschen mit speziellen Bedarfen in Übungen einzubinden.

Speaker 2 (15:43)

Anstelle von Darstellerin ich Jutta da zum Beispiel das Ich habe das Beispiel mit meiner Ehefrau, die an den Rollstuhl gebunden ist. Wir waren zusammen mit der realistischen Unfall und Notfall Darstellung aus Goch bei einer Übung der Feuerwehr und wie immer im Rollstuhl jemand wurde jemand mit abgestellt. Da hat meine Frau dann mit dem Rolli weggeschoben und hat gesagt So guck mal, wie du jetzt klarkommst, lauf mal jetzt ein bisschen. Und als meine Frau ihm dann sagte Hey, ich kann den Rollstuhl nicht verlassen, da kriegte der Kamerad ganz große Augen und holte schnell einen zweiten Kameraden dazu.

Speaker 2 (16:19)

Und schon waren zwei wichtige Leute, die vorne vielleicht am Verkehrsunfall gebraucht worden wären, gebunden. Die waren bass erstaunt und haben. Der eine fing gleich an zu zittern. Der andere Chris. Das ist Augen und Ohren, die dem Thema Wie gehe ich jetzt damit um? Als nicht nicht behinderter Mensch mit Menschen, die Anregungen haben, wie gehe ich auf die zu? Wie spreche ich mit denen? Da sind wir wieder bei einem ganz anderen Thema. Da können wir ja, vielleicht, vielleicht, ja.

Speaker 2 (16:46)

Aber dieses Thema für dieses Thema führt aber auch dorthin. Vielleicht. Es gibt ja so eine sogenannte Arbeitsgruppe auch beim. Ich meine beim BBK zum Thema Staatsanwalt, dass man vielleicht mit dieser Arbeitsgruppe ganz einfach mal den Versuch versucht, den Kontakt zu finden, um dann herauszufinden, wie schnell Wie könnte sich diese Arbeitsgruppe die Einbindung von Menschen mit Beeinträchtigungen in Stäbe vorstellen? Weil das erscheint momentan mir persönlich als im Bevölkerungsschutz ja das erste und wenn ja, das wäre das erste Moment, wo man sich eine.

Speaker 2 (17:26)

Die brauchen alle Leute. Also es ist nicht so, dass irgendjemand da den die Bude einrennt und jeder will Staatsanwalt machen. Du hast es ja auch schon gesagt. Also Stäbe brauchen sowieso Nachwuchs und können da sehr gut zusätzliche Kräfte gebrauchen. Und wir müssen ja auch bedenken die Gesellschaft wird älter und das schlägt sich ja auch hier nieder. Das heißt, wir werden irgendwann immer weniger junge Leute haben, die wirklich vorne oder oder Menschen ohne Behinderung haben, die ganz vorne irgendwie alles Mögliche anstellen können.

Speaker 2 (17:52)

Wie viele von uns werden einfach älter geworden sein und werden dann sagen so wie bei meiner Funke Gruppe, meiner neigt bei mir im Stab, also ganz vorne, das geht nicht mehr oder ich will das nicht mehr. Aber was anderes sind meine Erfahrungen gerne machen. Also da gibt es tolle Möglichkeiten und die Tendenz spricht ganz klar dafür, dass man das jetzt mal angehen sollte.

Speaker 2 (18:10)

Dass ich denke, ich denke auch, dass vielleicht durch die Einbindung von Menschen mit Beeinträchtigungen in die Stäbe, dass wir dort Synergieeffekte sehen oder auch erkennen können, denn wir haben plötzlich jemanden im Stab, der Beeinträchtigungen hat und vielleicht bei Besprechungen auch mal die Hand heben kann, um zu sagen Moment, ist auch das bedacht worden. Ich bin, ich habe, ich erkenne. Ich kenne das aus Lagebesprechung, auch aus dem Hochwasser, das sehr oft, ja Menschen mit Beeinträchtigungen gar nicht mit betrachtet wurden und wir dann im Prinzip bei den ja, bei den Rettungsmaßnahmen mit den Booten plötzlich vor Gebäuden standen.

Speaker 2 (18:53)

Ähm und Leute mit Booten retten wollten oder Personen mit Booten retten wollten, die im Rollstuhl saßen oder mit dem Rollator unterwegs waren. Oder ich will noch gar nicht so weit gehen, dass ich sage ich habe dort Menschen, die Anaheim Dialyse sind, wie hol ich die raus? Und wenn dann jemand im Stab schon ist, der im Prinzip dieses diesen Hintergrund hat. Es muss ja nicht ein Fachberater sein, sondern das ist ein Stabs, Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin, die dann den Finger hebt und sagt Das haben wir an das gedacht.

Speaker 1 (19:23)

Ja genau, denn das ist ja ein riesen Faktor. Wenn man Evakuierungen oder ähnliche Sachen mit einrechnet, ist das ein riesen Faktor, auch zum Beispiel Alten und Pflegeheime oder ähnliches. Und ich meine, jeder Mensch ist ja nun mal so, dass er aus seiner Perspektive das sieht und sagt Ja gut, dann gehen halt alle zum Bus und dann fahren die alle weg oder so was. Ich Ja, aber du weißt, was ich meine. Also man könnte um die Ecke denken, um zu sagen Ach ja, Mensch, da gibt es ja Leute, die können vielleicht gar nicht in diesen Bus steigen.

Speaker 1 (19:48)

Was machen wir denn jetzt? Und wenn da jemand ist, der das ja immer mitdenken muss für sein eigenes Leben, dann bringt er das mit ein, dass eine gute Idee.

Speaker 2 (19:56)

Ja, und wir haben was, was wir völlig. Ausblenden auch in den Stäben, das ist wie wir gehen aber davon aus, wir evakuieren ein Pflegeheim an einem Alten und Pflegeheim und dort sind eigentlich alle aus dem Ort mit drin. Wie viele aber zu Hause gepflegt werden und zu Hause heim Dialyse haben oder beatmet werden und und und. Das wissen wir oft nicht, das blenden wir aus. Und wie gesagt, wenn wir dann jemanden im Stab haben, der vielleicht in einer anderen Funktion dort ist, ob nun als Funker, als Tagebuch, Führer oder oder oder oder Lage geraten, für oder oder oder dann plötzlich den Finger hebt und sagt Moment, haben wir auch an die Uni gedacht als wir als Qualifikation?

Speaker 2 (20:38)

Ja, wenn wir alle hier, ja sogar nicht nur als Vertreter der Menschen mit Behinderung dort sitzen, sondern er soll ja einen guten Job machen, aber das hat er oder sie natürlich dann mit einbringen.

Speaker 2 (20:46)

Das ist halt das, was wir auch mit in den Stäben, mit verschiedenen Hilfsorganisationen haben, dass wir voneinander profitieren, dass im Prinzip die andere Hilfsorganisation oder der Vertreter die Vertreterin der anderen Hilfsorganisation habt ihr auch daran gedacht? Habe, auch dann anderen dieses Zusammenkommen der Information. Und wenn ich dann jemanden dort habe, der vielleicht in reinster Form das Tagebuch führen. Wir kommen immer wieder auf das Tagebuch und das ist eigentlich eine Aufgabe. Da muss man immer so Leute suchen, die das machen wollen.

Speaker 2 (21:13)

Das weiß ich. Und wenn ich aber dann jemanden habe, der eine Beeinträchtigung hat und dann im Prinzip bei diesen Entscheidungen mit einwirft, haben wir auch anders gedacht, haben wir auch anders gedacht. Ich meine, das ist jetzt anfangs noch alles gesponnen, aber ich kann mir dann zukünftig durchaus vorstellen, dass wir die, ja dass wir die Erfolgschancen bei einer Katastrophe vergrößern können.

Speaker 1 (21:40)

Na, das glaube ich auch. Aber ich glaube auch das ist ein dickes Brett. Ist ehrlich gesagt, weil viele auch jetzt gerade nach den Sachen, die jetzt in diesem Jahr passieren sind, ganz woanders sind mit den Gedanken. Andererseits sind Stäbe halt ein Thema, insofern kann man das jetzt vielleicht auch mal mit angehen und sagen Wie stellen wir Stäbe auch in einigen Jahren auf und wir wollen worin wir uns überall Unterstützung her? Und wie kann man das machen? Was denkst du, was müsste jetzt der nächste Schritt sein?

Speaker 1 (22:02)

Wir bräuchten jetzt also das Gutachten, was erstmal oder jemanden, der das mal zusammen trägt, was es schon gibt. Das wäre glaube ich der erste.

Speaker 2 (22:08)

Das wäre der erste Schritt. Jemanden, der irgendjemanden irgendeine Stelle, die etwas zu dem die gesamten Informationen zusammenträgt, die es jetzt auf dem Markt schon gibt, die veröffentlicht wurden, weil vieles ist ja dadurch versteckt, weil es nur in der Uni veröffentlicht wurde oder nur in irgendeinem Institut. Und dann das müsste das Ganze ausgewertet werden und dann müsste halt geschaut werden zusammen, wie jetzt auch bei den bei den Drohnen, mit denen Hilfsorganisationen zusammen geschaut werden. Ja, welche Voraussetzungen müssen wir denn bei im Bevölkerungsschutz schaffen, damit wir diese erkannten Aufgaben wahrnehmen können oder mit Menschen mit Beeinträchtigungen besetzen können?

Speaker 1 (22:54)

Oft haben wir ja sogar Glück und jemand hört den Podcast und sagt Oh, das wäre was für meine Bachelorarbeit oder so, man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben. Kann ja sein, der kann sich gern bei dir melden. Wahrscheinlich dann ja, ja, ja. Ich habe zwar kein Geld für Miete, klar, aber zumindest vielleicht hört ja jemand vom von der Behörde zu und erkennt Hey, das wäre doch mal was. Das wir könnte man sich im Prinzip denken, dass man dort dazu eine Bachelorarbeit vergeben könnte oder eine Masterarbeit.

Speaker 1 (23:23)

Schauen wir mal..

Speaker 1 (23:24)

Ja, das wäre genauso wie das Wort auch etwas, wo am Anfang alle gut drauf gucken und sagen Was soll das denn jetzt wieder? Aber vielleicht wäre man dann der erste, der das aufgebracht hat. Das sind ja auch Chancen, die sich da eröffnen.

Speaker 2 (23:35)

Und wenn ich, wenn ich dann die Augen aufmachen, wenn ich dann nehme in den Sozialbudget, den Sozialverband VdK, den Herrn CFC, der ja eigentlich das Ganze ins Rollen gebracht hat, mit seinem Artikel in der 7. in der September Ausgabe der VdK Zeitung, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass man dort auch fachgerechte oder vielleicht qualifizierte Information mitnehmen, ja mit einbinden kann.

Speaker 1 (24:05)

Ja, also es könnte spannend werden. Also ich bin gespannt. Berichte mal wieder, melde ich mal, wenn das da weiter gegangen ist. Ich finde das ein tolles Thema und wünsch dir, dass du da auch Impulsgeber sein kannst. Vielen Dank für deine Zeit. Auf jeden Fall schon mal und dann hoffentlich vielleicht mal in ein, zwei Jahren mit dem nächsten Podcast. Dass es weitergegangen ist, würde ich mir wünschen.

Speaker 2 (24:25)

Ja, die Hoffnung stirbt bekanntlich immer als letztes.

Speaker 1 (24:29)

Ja, ich glaube, da könnte was passieren. Ich glaube, das liegt im Trend. Vielen Dank. Mach’s gut. Tschüss. Tschüss. Das war die späte Dezember Ausgabe unseres Bevölkerungsschutz Podcasts von im Einsatz über Menschen mit Behinderungen im Katastrophenschutz. Kurz Erinnerung. Denkt bitte daran, bei unserer Umfrage reinzuschauen. Ich bin gespannt auf eure Meinung. Danke dafür und danke fürs Zuhören, sagt Jan Müller Tischer.